Cosmo

Bei Cosmo war es wirklich Liebe auf den ersten Blick.

Noch kennen wir die kleine Hundefamilie nur von Fotos aus der Anzeige im Internet. Wir sind unterwegs, zu vier zuckersüßen Welpen mit ihrer Mutter. Es ist ein verregneter Novemberabend, als wir bei einer Mietwohnung in Hamburg Dulsberg klingeln. Hier sind die Hunde in einer Pflegefamilie untergebracht, ursprünglich kommen sie aus Malta, wo die Hundemama trächtig von Tierschützern aufgegriffen wurde. Am 14. September 2014 kommen Cosmo und seine Geschwister
in einem Tierasyl zur Welt. Als die Welpen kräftig genug sind, dürfen sie ins kalte Deutschland ausreisen.

Welpen und Mutter kurz nach ihrer Einreise

Als wir die Wohnung betreten, werden wir sofort stürmisch von der Rasselbande begrüßt. Sofort fällt uns ein Welpe mit seiner ungewöhnlichen Fellfarbe auf: allen vorweg hüpft ein getupftes Hündchen mit einem schwarzen Kopf. Die Hundemutter hat ein angenehm ruhiges Gemüt. Wir unterhalten uns mit der Pflegefamilie und der ebenfalls anwesenden Tierschützerin Nicole über die Charakterzüge der Kleinen und über die richtige Aufzucht eines Welpen. Währenddessen krabbelt der kleine getupfte Welpe auf Daniels Schoß, um sich kraulen zu lassen und schlummert dort ein. Verzückt sehen wir uns an, uns beiden ist klar: Unser Hund hat uns gefunden. Nicht wir ihn. Er hat uns ausgesucht.

Wir verabreden, dass die Tierschützerin am nächsten Tag zu uns nach Hause kommt und uns unseren kleinen Fratz bringt. Da sie immer auch eine Vorkontrolle machen, um zu sehen, ob die vermittelten Tiere es
bei ihren neuen Herrchen und Frauchen gut haben, wäre das damit gleich abgehakt.

Abends sitzen wir am Küchentisch zusammen und denken uns einen Namen für unser neues Familienmitglied aus. In der engeren Auswahl stehen Mono und Cosmo. Letzten Endes passt Cosmo aber doch besser zu ihm. Den Namen haben wir übrigens aus der alten Sitcom „Seinfeld“. Körbchen, Spielzeug, Leine, Halsband und Näpfe stehen bereit und wir sind ganz aufgeregt.

Mittags klingelt es dann und Nicole steht mit Cosmo vor der Tür. Sie zeigt uns, welches Futter Cosmo bekommt, macht noch ein Foto von uns als kleine Familie, dann beim Abschied kommen ihr die Tränen. Sie freut sich wirklich von Herzen, dass er ein schönes, neues Zuhause gefunden hat.

Welpe Cosmo

Wir sind überglücklich mit dem kleinen Engelchen, auch wenn die Erziehung eines Welpen einen manchmal an die Grenzen der Geduld treiben kann. Dass wir auch nachts alle zwei Stunden mit ihm vor die Tür gehen müssen, während er es eigentlich nicht leiden kann, draußen zu sein, macht unsbesonders zu schaffen. Cosmo hat draußen ständig schreckliche Angst, winselt und läuft zurück zur Haustür.

Glücklicherweise gewöhnt er sich nach einigen Wochen doch noch daran und wird mutiger. Er entwickelt sich zu einem wundervollen, kinderlieben, fröhlichen Draußen-Hund. Menschenbezogen wie er ist, ist er uns sogar ein Mal mal im Urlaub davon gelaufen, aber nur, um den Nachbarn guten Tag zu sagen.

Einen von Cosmos Brüdern haben wir übrigens nach einigen Monaten zufällig wieder getroffen, als wir auf einer Hunde-Freilauf-Fläche- spazieren gegangen sind. Er hört auf den Namen Paul und die beiden Brüder haben sich sofort wieder erkannt. In unregelmäßigen Abständen haben wir uns eine ganze Zeit lang getroffen.

Wanderhund

Cosmo ist mittlerweile vier Jahre alt und wirklich der beste Wegbegleiter, den man sich nur vorstellen kann. Er hat so viel Charakter, wie nur wenige andere Hunde. Und ich bin sehr dankbar, ihn als Wanderhund immer dabei haben zu dürfen. Wenn ich alleine wandern gehe, bietet er mir Gesellschaft und Schutz, er zeigt mir Details, die sonst verborgen geblieben wären. Wenn ich mit ihm wandern gehe, ist er in seinem Element. Den ganzen Tag in Bewegung, in der Natur, Neues entdecken. Aus meinem Leben ist er nicht mehr weg zu denken.

Eine kleine Bitte habe ich noch: Wenn Du überlegst, Dir einen Hund anzuschaffen, bitte informiere Dich vorher bei Tierheimen und Tierschutzvereinen. Es gibt so viele gute Seelen, die ein neues Heim suchen, du wirst die Dankbarkeit deines Tieres ein Leben lang spüren.

Den Tierschutzverein, der Cosmo und seine Familie gerettet hat findest Du hier. Über Spenden freuen sie sich sicher auch.

Ein Gedanke zu “Cosmo

  1. Pingback: Etappen-Wanderung Heidschnuckenweg Teil 1 – Nordwandern

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