Muskelkater nach dem Wandern – Was tun?

Muskelkater bekommt man (vermutlich) wenn durch Überbelastung kleinste Risse im Muskelgewebe entstehen. Am besten beugt man ihm also vor, indem man seinen Körper nicht überbeansprucht und sich vor der Belastung immer gut aufwärmt. Für Wanderer bedeutet das, sich in der Tourenplanung nicht zu überschätzen. Sprich nicht zu lange, zu steile oder zu schwierige Routen aussuchen und sich nur langsam steigern. Gerade bei mehrtägigen Wanderungen kann es einen sonst ganz schön aus der Bahn werfen, wenn man kaum noch einen Schritt tun kann, nur weil die Waden schmerzen. Falls es trotz aller Vorsicht dann doch so gekommen ist und Du Dir doch einen Muskelkater zugezogen hast, versuche ich hier mal Dir ein paar Tipps zu geben, um es erträglicher zu machen.

Wärme, zum Beispiel Baden

Alles, was sich gut anfühlt, kann helfen, die Beschwerden zu lindern. Als besonders angenehm empfinde ich nach dem Wandern ein heißes Bad. Im Wasser fühlen sich die Beine gleich ganz leicht an und die Wärme entspannt die Muskeln. Gerade keine Badewanne in der Nähe? Dann können wärmende Salben, z.B. Perdesalbe, eine Wärmflasche, Wärmepflaster oder ein Körnerkissen Abhilfe schaffen. Auch Saunagänge bewirken bei manchen Menschen Wunder.

Massagen

…sind mit Vorsicht zu genießen.

Wenn sich eine leichte, oberflächliche Massage mit Creme oder Öl für Dich gut anfühlt, ist erstmal nichts dagegen einzuwenden. Man sollte aber wirklich vorsichtig sein, denn durch wildes Durchkneten kann es passieren, dass man die bereits leicht „angerissenen“ Muskeln zusätzlich schädigt und so die Heilung verzögert.

Nicht Dehnen

Noch etwas, bei dem man eher Vorsicht walten lassen sollte, ist das Dehnen nach der Beanspruchung. Genau wie die Massagen kann es die kleinen Risse in den Muskeln noch weiter schädigen. Im besten Fall verzögert das die Regeneration. Im schlimmsten Fall vernarbt das Muskelgewebe und das führt im Nachhinein zu dauerhaft schlechterer Dehnbarkeit.

Magnesium

Mineralstoffe wie Magnesium können bei der Regeneration des Körpers unterstützend wirken. Sie helfen Dir weiterhin leistungsfähiger zu bleiben. Dafür gibt es in jeder Drogerie oder Apotheke Magnesium-Präparate. Abgesehen davon steckt es zum Beispiel in Nüssen, Hülsenfrüchten, Bananen, Sonnenblumenkernen oder Spinat. Zum Teil beliebter Wander-Proviant. Also greif‘ beim Studentenfutter beherzt zu!

Schmerzmittel

Die allgemein üblichen Schmerzmittel können natürlich die Schmerzen etwas erträglicher machen. Zur Heilung tragen sie aber in der Regel nicht bei. Durch die Betäubung der Schmerzen, besteht das Risiko einer erneuten Überbelastung, die man zu spät bemerkt. Denn der Körper will einem mit dem Gefühl „Schmerz“ natürlich sagen, dass etwas nicht stimmt und man sich zurück nehmen soll. Blenden wir dies aber aus, fühlen wir uns wieder topfit und es fällt schwer, den eigenen Körper zu lesen und auf ihn zu hören.

Gemäßigte Bewegung

Tatsächlich eine der wichtigsten Maßnahmen beim Muskelkater. Auch wenn es erstmal wenig einladend scheint, nachdem man sich aufgrund einer langen Wanderung einen Kater zugezogen hat. Es hilft wirklich, in den nächsten Tagen trotzdem weiter zu wandern. Beziehungsweise spazieren zu gehen, wenn es nur eine Tagestour war.

Das Wichtige dabei ist nur, dass man viele, viele Pausen macht, langsam geht und nicht zu weit wandert. Wenn Du eine feste Etappenplanung hast, ziehe in Erwägung, die einzelnen Etappen etwas zu verkürzen. Gibt es vielleicht einen Bus, den du einen Teil des Weges nutzen kannst, um die Route zu verkürzen? Oder kannst Du Dir Umwege sparen? Wenn Du aber merkst, dass die Schmerzen zu schlimm sind, dann beweise Stärke und hör auf. Das kann jedem mal passieren und ist allemal besser als sich ernsthafte Verletzungen an den Muskeln zuzuziehen.

Klar, erstmal solltest Du natürlich die Füße hochlegen, Dir Ruhe gönnen, die anderen Tipps befolgen und viel schlafen. Aber davon abgesehen ist moderate Bewegung das Beste, was man tun kann, um die Beschwerden los zu werden.

Superfoods

Neben magnesiumreichen Nahrungsmitteln gibt es noch einige Geheimtipps, die gegen Muskelkater helfen sollen. Dazu gehört beispielsweise Rote Bete, da sie viele wertvolle Vitamine enthält oder Granatapfel, welcher entzündungshemmend wirken soll.

Wenn Du noch andere Hausmittel oder Superfoods kennst, die wohltuend oder heilend sind, gern unten in die Kommentare damit!

4 Gedanken zu “Muskelkater nach dem Wandern – Was tun?

  1. Hi Maike,

    tolle und hilfreiche Tipps, vor allem die Superfoods Rote Beete und Granatapfel klingen spannend, werde ich mal testen. Zumal ich beides verdammt gern esse, aber diese Wirkung ist mir neu! Bisher habe ich bei mehrtagestouren meist Magnesium dabei, weil es den Muskelkater lindert und den Muskeln m.E. hilft sich schneller zu regenerieren. Kann man gut als Brausetablette in die trinkflasche füllen, fertig! Ergänzend zur Behandlung von Muskelkater, habe ich zum Thema „richtige Vorbereitung auf Wanderungen“ auch mal ein paar Tipps auf meinem Blog zusammengestellt, schau gern mal vorbei: https://draussenlust.de/wandern/2017/10-wichtige-tipps-fuer-wander-einsteiger/

    Viele Grüße
    Alex

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  2. MARCEL

    Hi Maike .Regelmässig laufen/ Wandern .Dann gibt es keinen oder nur nen kleinen Muskelkater.Mein Gott hab ich mich jetzt erschrocken .War Grad draußen mit meiner Reika „Pudel“ gasi .Die kleine war Grad fertig mit pinkeln,ich noch am fertig rauchen da schießt ein Marder wie ein Blitz von der Strasse her in unsere Ausfahrt an mir vorbei ,zack in unsere alte doppelgarage hinein .Natürlich war sie offen.Alter! kannst ja da wohnen aber erschreck mich doch nicht so .:-) Sorry bin abgeschweift .Ach ja bei mir hilft bei starkem Muskelkater ein Entspanungsbad .Ich mach halt eh viele Pausen beim wandern .Das hilft .Bei uns in Schweiz gibt es auch viele Brunnen mit schön kaltemWasser .Herrlich da mit den Füssen rein nach ner langen Wanderung.Bin gespannt auf die nächste Wanderung von euch .Bis jetzt hat es mir gefallen .So ich sage dann mal .wünsch dir ä gueti zitt .Moin ,Moin .Grüssli Marcel .

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