Wandern mit Baby – die 10 besten Tipps (mit Packliste)

Wir sind wieder da!

Es geht wieder los – unser kleiner Schatz ist jetzt stolze 10 Monate alt und die ersten längeren Wandertouren haben wir bereits hinter uns. Und was soll ich sagen? Er liebt es, ein echtes Naturkind also. Deshalb habe ich hier ein paar Tipps für eine „Familienwanderung“ mit Baby zusammen getragen.

1. Kinderwagen, Buggy oder Jogger

Da dein kleiner Schatz wahrscheinlich noch nicht selber mit laufen kann, stehst du vor der Qual der Wahl. Je nachdem, wie die Wege auf der Wanderung beschaffen sind, sollte man auch das Gefährt anpassen. Wichtig ist in jedem Fall eine gute Federung, Luftreifen sind hier von Vorteil. Wenn das Baby noch sehr klein ist und nicht frei sitzen oder das Köpfchen sicher halten kann, kommt man natürlich um einen klassischen Kinderwagen kaum drum herum. (Außer mit einer Babytrage). Ist das Baby schon größer, kann man umsteigen auf einen Buggy. Viele Kinderwagen lassen sich auch einfach dazu umbauen. Wir haben unsere ersten Wanderungen hingegen mit einem „Jogger“ gemacht, also ein Sport-Gefährt, welches sich ebenfalls als Fahrradanhänger nutzen lässt. Hier lässt sich auch eine Hängematte einsetzen, die für Neugeborene geeignet ist. Je nach Modell findet hier auch das größere Geschwisterchen Platz. Aber Achtung: Im Gebirge und unwegsamem Gelände unbedingt eine Trage mit dabei haben oder direkt damit starten.

Jogger

2. Tragetuch, Babytrage oder Kraxe

Viele Mamas schwören auf ihr Tragetuch und die meisten Babys lieben es, den ganzen Tag ganz nah bei der Mama herum getragen zu werden. Das Tragetuch kann man von Beginn an benutzen, man kann sogar im Gehen stillen, wenn man es zeitweilig etwas tiefer bindet. Man muss eigentlich nur beachten, dass es nicht zu lang ist, damit es einem beim Wandern nicht in die Quere kommt. Für alle, denen das Binden eines Tuches zu umständlich ist, oder die das Baby vielleicht schon auf dem Rücken tragen möchten, bietet sich eine Babytrage an. Die Auswahl ist hier natürlich riesig und am besten lässt man sich im Geschäft dazu beraten. Wir benutzen ein älteres Modell von Ergobaby, da wir es geschenkt bekommen haben. Für Babytragen gibt es auch Einsätze für Neugeborene, die ihren Kopf noch nicht selbst halten können. Als drittes besteht noch die Möglichkeit, eine Kraxe zu benutzen, also eine Art Kindersitz, den man sich auf den Rücken schnallen kann. Diese kann man auch später noch für ein Kleinkind benutzen. Sie hat einen Ständer, womit man sie bequem abstellen kann und das Baby ist zwar nicht mehr im direkten Körperkontakt mit dir, kann dafür aber sehr viel mehr von der Umgebung mitbekommen. Die Kraxe darf man erst verwenden, wenn das Kind selbst frei sitzen kann und sich selbst ausbalancieren kann, während du läufst. Ein Sonnenschutz ist essenziell, um die empfindliche Babyhaut zu schützen. Eine abbaubare Tasche und ein Regenschutz sind auch von Vorteil. Bestenfalls kann man die Kraxe in der Höhe einstellen, sodass sie je nach deiner Körpergröße angepasst werden kann.

Babytrage

3. Sonnenhut & Regenjacke

Bevor es los geht, sollte man auf jeden Fall nochmal die Wetterapp checken oder gleich auf alles vorbereitet sein. Ein Sonnenhut sollte im Sommer nicht fehlen, selbst wenn das Kind in einer Karre sitzt, möchte man es in den Pausen ja auch mal raus lassen. Ein Regenverdeck für den Kinderwagen/Buggy ist auch von Vorteil, sowie für Krabbelkinder eine Regen-Latzhose. Dann kann man den kleinen Fratz auch mal im feuchten Gras spielen lassen. Kinderärzte empfehlen, Babys unter einem Jahr nicht mit Sonnencreme einzucremen, weil die Haut noch zu empfindlich ist. Ich creme trotzdem, seit mein Baby ein halbes Jahr alt ist. Meiner Meinung nach, wäre ein Sonnenbrand sehr viel schädigender, als Sonnencreme. Und den ganzen Tag im Schatten zu bleiben gestaltet sich draußen auch oft schwierig. Das muss aber jeder für sich entscheiden.

Sonstige Hilfreiche Dinge, die man noch einpacken kann sind der Schnuller, ein oder zwei Spielsachen, natürlich genügend Windeln und Feuchttücher (wir nutzen Öltücher unterwegs) und genügend zu essen und zu trinken. Eine Packliste gibt’s weiter unten. ⏬

4. Brei, Milchnahrung und Snacks

Am einfachsten hat man es natürlich, wenn man noch voll stillt. Frauen, die nicht stillen können oder wollen, müssen ausreichend Milchnahrung je nach alter ihres Babys dabei haben. Wenn das Kind älter ist und schon Beikost bekommt, darf der Mittagsbrei nicht fehlen, man kann selbstgekochtes in ein Gläschen füllen, oder fertigen Brei aus dem Laden mitnehmen. Wenn dein Baby den Brei nur warm akzeptiert, kannst du einfach in einer Thermosflasche mit großem Deckel heißes Wasser mitnehmen. Das Gläschen kannst du so in einem Wasserbad erwärmen. Ein Plastikbecher geht auch, falls der Deckel nicht groß genug ist. Hat das Baby schon ein paar Zähne, kann man noch ein paar Snacks für zwischendurch einpacken. Teilt euch eine Banane oder eine weiche Nektarine, gekochtes Gemüse in kleine Stücke geschnitten, oder das weiche Innere von einem Brötchen. Und ja – es erscheint unterwegs manchmal umständlich, aber man muss sich einfach trauen. Habt lieber ein bisschen zu viel dabei, als zu wenig, das gibt gedanklich Sicherheit. Wenn dein Baby schon so weit ist, vergiss auch das Wasserfläschchen nicht.

5. Nicht alleine los gehen

Zumindest für den Anfang hilft es, eine Begleitperson dabei zu haben. Alleine mit Baby wandern kann eine echte Herausforderung sein. Es ist hilfreich, wenn man das Kleine mal für einen Moment abgeben kann. Vielleicht hat ja der andere Elternteil Lust, eine Runde mit dir zu wandern, oder ein guter Freund/Freundin, besonders freuen sich auch Oma oder Opa.

6. Kurze Routen

Mit Baby dauert dauernd alles doppelt so lange und ist doppelt so anstrengend. So zumindest das Empfinden vieler Eltern. Dadurch, dass man oft mehr und längere Pausen machen muss, zieht sich auch die kürzeste Wanderung manchmal ziemlich in die Länge. Dazu kommt noch das zusätzliche Gewicht, wenn man das Kind trägt, oder eben den Kinderwagen Steigungen hoch schieben muss. Das Baby ist irgendwann vielleicht auch „mit der Geduld am Ende“ und sehnt sich nach dem sicheren Zuhause. Deshalb ist es am besten, mit einer kurzen Runde zu starten. Wir haben zunächst nicht mehr als 5-6 Kilometer gemacht.

7. Wann kann man wieder los legen?

Im Prinzip könnt ihr los laufen, sobald die Mama sich wieder fit genug dafür fühlt. Aber hier lieber etwas länger warten, als sich sofort selbst zu überfordern. Der Körper braucht Zeit, sich zu regenerieren und die sollte man ihm auch einräumen. Aber dann steht dem nichts mehr im Wege!

8. Notfallplan

Wenn das Baby nun aber doch einen schlechten Tag hat – ein Zähnchen drückt, Wachstumsschub oder es ist einfach mit dem falschen Füßchen aufgestanden, ist es hilfreich einen Plan B zurecht zu legen. Kann man notfalls die Strecke abkürzen oder leicht umkehren und zurück gehen? Oder fährt vielleicht auf halber Strecke ein Bus? Hier ist gute Planung alles.

9. Kommentare ignorieren

„Das ist aber mutig mit Baby.“ oder „das arme Kind, muss in einem Sack hängen“

Wir haben schon alles mögliche an Kommentaren erlebt. Lasst euch nicht entmutigen! Dein Kind wird es lieben, mit dir zusammen die Welt zu entdecken. Und es wird sich melden, wenn ihm was nicht passt oder es überfordert ist und eine Pause braucht. Lass solche komischen Kommentare nicht an dich ran. Wer sind die denn, dass sie meinen, es besser zu wissen. Du kannst am besten einschätzen, was deinem Kind gefällt und was nicht.

Du bist die beste Mama oder der beste Papa für dein Baby!

10. Packliste für eine Tageswanderung

  • Windeln
  • Feuchttücher/Öltücher
  • Dem Alter entsprechende Babynahrung
  • Lätzchen
  • Wickelunterlage
  • Ersatzoutfit
  • Für Mama: Ersatz-Shirt
  • Sonnenhut
  • Sonnencreme
  • Regenhose
  • Trinkflasche
  • Schnuller
  • Spielzeug/Kuscheltier
  • Babytrage in Buggy legen
  • Mulltuch
  • Verpflegung für die Erwachsenen nicht vergessen

Ein Gedanke zu “Wandern mit Baby – die 10 besten Tipps (mit Packliste)

  1. Pingback: Harzer Wandernadel Tour Thale – Nordwandern

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