Harzer Wandernadel Tour Thale

Harz heute mal ohne Baby?

Nicht ganz! Wir schweben alle zusammen in der Seilbahn über Thale hinweg, Kinderwagen, Hund, Opa – hat alles rein gepasst. Wir sind erstaunlich schnell unterwegs und kommen gar nicht dazu, auch mal durch den verglasten Boden der Kabine zu gucken. Cosmo musste ich in die Gondel hinein heben, er hatte sich nicht getraut, selbst einzusteigen.

Im schönen Ferienort Thale gibt’s einiges zu entdecken, wie einen Hochseilgarten oder eine Wasserbahn. Wir wollen heute mit der Kabinenbahn auf den Berg zum Hexentanzplatz und dort in den Wildpark gehen. Anschließend würde ich mit Cosmo zurück ins Tal wandern, um ein paar weitere Stempel der Harzer Wandernadel zu sammeln.

Im Tierpark können wir die einheimischen Tierarten beobachten, für Baby Quinn ist es natürlich besonders spannend, die vielen Hirsche und Vögel zu sehen. Sogar ein Wolfsjunges liegt in seinem Gehege und schläft. Mir gefällt, dass man die Tiere hier nicht füttern darf, so leben sie viel natürlicher. Manches Gehege erscheint mir jedoch recht klein und fast alle Tiere sind hinter engmaschigen Zäunen, sodass man eigentlich nie freie Sicht hat. Das Bärengehege dagegen lässt sich super überblicken und es ist riesig. Aber den Bären finden wir leider nicht!

Nach dem Besuch im Wildpark wandere ich los, rechts um den Park herum und ein Stück den Hügel runter. Dort ist die erste Stempelstelle (HWN 72), La Viershöhe. Hier gibt’s eine Aussichtsstelle, von der aus man das Bodetal überblicken kann. Von hier aus geht’s dann abwärts.

Während wir im Park waren, hat es zwischendurch geregnet. Nun wage ich mich an den Abstieg ins Tal, welcher steiler ist, als gedacht. Ein Abenteuerpfad windet sich in Serpentinen nach unten. Cosmo spaziert leichtpfotig über das Geröll, während ich mich auf den rutschigen Steinen echt konzentrieren muss. Das ist auch der Grund, weshalb ich ihn nicht an der Leine lassen kann, denn falls er mal wieder übereifrig daran zieht, fliegen wir bestimmt den Berg runter. Also versuche ich, Cosmo permanent mit Worten hinter mir zu halten. Wenn er vor läuft, versteht er leider nicht, dass wir im Zickzack gehen müssen und versucht immer weiter geradeaus zu laufen.

Jemand hat am ganzen Weg Steintürmchen gebaut. Als ich innehalte, höre ich bereits im Tal die Bode rauschen. Sonst nichts, nur der Fluss, die Tiere und die Pflanzen. Dann kommen wieder meine eigenen Schritte hinzu…

Ungefähr 20 mal läuft man hin und her, bis man unten im Bodetal ankommt. Beim Gasthaus Königsruhe ist die nächste Stempelstelle Hirschgrund (HWN 178). Cosmo ist ganz verrückt nach Wasser und würde liebend gern in den Fluss springen.

Ich überquere die Bodebrücke und hier stellt sich heraus, dass der direkte Wanderweg, die sogenannte Schurre leider verschüttet ist. Eigentlich wollte ich sehen, ob man von hier aus noch zur sagenumwobenen Rosstrappe hinauf kommt. Naja, eigentlich wollte ich ja auch nur kurz die paar Stempel sammeln. Auf der Karte sah es ganz unkompliziert aus. Kurze Wege.

Es gibt zur Roßtrappe eine Umleitung, wenn man auf den Kaiserweg abbiegt. Auf bequemen Wanderwegen gehe ich mit Cosmo nun wieder aufwärts, zwei mal queren wir dabei den Sessellift. Die Passagiere schweben so nah über mich hinweg, dass ich sie grüßen kann.

So habe ich auch das Ziel vor Augen, oben, wo die Seilbahn endet. Mann, ist das noch weit hoch! Leider habe ich nicht daran gedacht, etwas zu trinken einzupacken. Ich wandere in Laufschuhen und habe nur eine kleine Tasche mit, weil ich dachte, ich würde nur kurz ins Tal zurück gehen.

Letztendlich sind es rund 3 Kilometer bis zum Rosstrappenberg. Oben auf dem Berg gibt es ein Restaurant und einen Kiosk, wo ich eine Flasche Wasser kaufen kann und für Cosmo eine Schale mit Leitungswasser bekomme.

Ein kleines Stück auf dem Bergkamm, dann findet man die idyllische Rosstrappe, die gegenüber vom Hexentanzplatz liegt. Der Sage nach soll eine Prinzessin sich hier vor Räubern gerettet haben, indem sie mit ihrem Pferd hinüber zum Hexentanzplatz sprang. Ich sammle den Stempel (HWN 71) und genieße die Aussicht. Und was für eine! Im Grunde ist es eine einzige sehr lange und übrigens gut besuchte Aussichtsstelle.

Nun wäre ich gerne mit dem Sessellift wieder hinunter gefahren. Nur leider kann man natürlich keinen Hund darin mit nehmen. So muss ich nun zu Fuß wieder hinunter wandern, bergab geht’s natürlich um einiges schneller.

Für alle, die keinen Hund dabei haben, ist es so wie wir gewandert sind aber eine tolle Route! Mit der Kabinenbahn von Thale hoch zum Hexentanzplatz, den Abstieg hinunter zum Hirschgrund. Dann auf dem Kaiserweg hinauf zur Rosstrappe und mit dem Sessellift zurück nach Thale.

Unten an der Bode erwarten mich schon freudig mein Sohn und sein Opa, die sich zusammen einen schönen Nachmittag gemacht hatten. Cosmo ist auch ganz aus dem Häuschen. Er freut sich, dass das Rudel jetzt wieder komplett ist!

Hier gibt’s übrigens Teil 1 und Teil 2 von unserer Harz-Reihe sowie Tipps für das Wandern mit Baby!

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